Uploaded 19. Juni 2009

Sudio 54 XIV Poster

Begleitend zur aktuellen Ausstellung FRAGILE werden noch bis Juli 2009 jeweils am letzten Mittwoch des Monats im Kinoraum in der Schanzenstraße 54 kurze Filmprogramme gezeigt.

Der 14. Abend von STUDIO 54 versammelt Werke aus der Sammlung, die sich ein weiteres Mal auf unterschiedliche Weise mit dem Thema Körperlichkeit auseinandersetzen. Das Filmprogramm verbindet dabei kontrastreich Klassiker der späten Sechziger von Valie Export und Bruce Nauman mit neueren Arbeiten von Wolfgang Tilmans, Paul McCarthy und Mika Rottenberg.

  1. Valie Export, Touch Cinema 1968 (01:08)
  2. Bruce Nauman, Bouncing Balls 1969 (10:56)
  3. Wolfgang Tillmans, Heartbeat / Armpit 2003 (02:27)
  4. Paul McCarthy, WGG 2003 (05:20)
  5. Mika Rottenberg, Chasing Waterfalls 2006 (09:00)

STUDIO 54

Mittwoch, 24.06.2009, 19:00h
Kinoraum im Basement
Schanzenstraße 54, 40549 Düsseldorf

Achtung: begrenzte Sitzplätze! Leider keine Reservierung möglich.

Uploaded 15. April 2009

Cao Fei Poster

OUT OF SPACE 1:
Cao Fei - WHOSE UTOPIA
25.04.-27.06.2009

Unter dem Titel OUT OF SPACE wird ab dem 24. April 09 eine neue Reihe von Ausstellungsprojekten der JULIA STOSCHEK COLLECTION starten. Wie der Name schon suggeriert finden diese in unregelmäßigen Abständen nicht im eigentlichen Sammlungsgebäude an der Schanzenstrasse 54, sondern an einem anderen Ort statt.
Die Reihe wird mit einer Ausstellung der chinesischen Künstlerin Cao Fei beginnen und im Rahmen der diesjährigen ART COLOGNE am 24. April 09 eröffnet.
Gezeigt werden insgesamt vier Arbeiten, darunter auch die raumgreifende Zwei-Kanal-Installation Whose Utopia aus dem Jahre 2006.

Cao Fei gehört zu den wichtigsten chinesischen KünstlerInnen ihrer Generation. 1978 in Guangzhou geboren, ist sie in der Welt der elektronischer Unterhaltung und Werbung aufgewachsen. Fasziniert von der pulsierenden Landschaft der Konsumgesellschaft, entwickelte sie eine sehr persönliche Bildsprache, die Phantasie, Wunsch, Kritik und Genuss der Realität gegenüberstellt. In ihren Fotoserien, Videofilmen, Performances und Installationen thematisiert Cao Fei vor allem die rasanten gesellschaftlichen und kulturellen Umbrüche in China und die neue Generation chinesischer Jugendlicher.

Eröffnung: Freitag 24. April 2009, 18-21.00h
Laufzeit: 25.04.2009-27.06.2009

Ort: GLORIAHALLE, Belsenstraße 20, 40545 Düsseldorf

Geöffnet jeden Samstag von 11-16.00h
Kontakt: info@julia-stoschek-collection.net

Uploaded 10. Oktober 2008


Mit dem Titel Number Two: Fragile präsentiert die Julia Stoschek Collection die zweite Ausstellung aus dem privaten Sammlungsbestand von Julia Stoschek.

Hauptthema der Ausstellung ist der Aspekt der Körperlichkeit in Video, Installation und Fotokunst, mit der vor allem Künstler der Body-Art und Performance Kunst seit den 60/70er Jahren experimentieren.
Selbstinszenierung, Schmerz, Transformation, Körperhaftigkeit im Sinne einer Plastizität, die als reale, äußere Form erfahrbar wird, aber auch Zerbrechlichkeit im buchstäblichen Sinne sind wesentliche Schwerpunkte, die in der Auswahl der 54 Arbeiten beleuchtet werden sollen. Die insgesamt 30 Künstler können dabei innerhalb der Ausstellung auch als Einzelpositionen wahrgenommen werden, da zumeist mehrere Arbeiten eines Künstlers vorgestellt werden.

Einen besonderen Stellenwert in der Ausstellung nimmt die künstlerische Selbstinszenierung ein.
In der 1967 entstandenen Performance-Dokumentation Art-Make-Up von Bruce Nauman wird in einem Akt der Verfremdung gezeigt, wie der eigene Körper zur Skulptur wird.
In den ursprünglich als 16-mm-Film aufgezeichneten Videos, ist die Kamera frontal auf den Oberkörper gerichtet, welcher in einem minutiösen Prozess in vier verschiedenen Farben (weiß, pink, grün und schwarz) „maskiert“ wird.
Die technische Weiterentwicklung des Films bzw. Videos in den 60er Jahren machte es den Künstlern mit dem Verfahren der „Close-Circuit“-Installationen möglich Aktionen auf Film aufzuzeichnen, sich im Spiegel selbst zu betrachten und gleichzeitig sogar in einen anderen Raum zu übertragen. Weitere Künstler der Ausstellung, wie Vito Acconci oder auch Hannah Wilke nutzten diese Möglichkeiten im Sinne eines erweiterten Skulpturbegriffs.

So demonstriert Hannah Wilke in einer ihrer bekanntesten Performances Hannah Wilke Through the Large Glass einen Striptease hinter Marcel Duchamps Grosses Glas im Philadelphia Museum of Art. Sie posiert für die Kamera und stellt wie ein Fotomodel der 70er Jahre klischeehaft die Rolle der Frau in der damaligen Kunstszene zur Schau.

Auch in der großformatigen Fotoserie Die Sonne um Mitternacht schauen von Katharina Sieverding aus dem Jahre 1973 oder der Performance The Onion von Marina Abramovic aus dem Jahre 1996 ist die Selbstdarstellung der Frau als Künstlerin und gleichzeitiges Kunstobjekt zentrales Thema. In der Arbeit von Marina Abramovic wird darüber hinaus die Erfahrung des Schmerzes suggeriert und die Grenzen der eigenen physischen Belastbarkeit ausgelotet.

Gleichsam schmerzhaft und schockierend sind die Performances von Chris Burden, die ein regelrechtes Martyrium des Künstlers dokumentieren. In der legendären Arbeit Shoot (1971), ließ sich Burden in den Arm schiessen, in Through the Night Softly von 1973 windet er sich nackt, mit verbundenen Armen gequält aus einem Scherbenhaufen.

Von besonderer Bedeutung in Number Two: Fragile ist die Killing Machine von Janet Cardiff und Georges Bures Miller aus dem Jahre 2007. Die Installation ist eine höchst kritische und zugleich absurde Auseinandersetzung mit der Todesstrafe und inhaltlich angelehnt an die Erzählung „In der Strafkolonie“ von Franz Kafka. Anders als in früheren Arbeiten des Künstlerpaars steht nicht der Film im Vordergrund, sondern ein an den Elektrischen Stuhl erinnerndes Folterinstrument, das in einem abgeschlossenen Raum, begleitet von schriller Violinenmusik den Besucher zum Zuschauer eines Horrorszenarios macht.

Paul Chans digital animierte Videoinstallation im Breitbandformat Happiness (finally) after 35,000 Years of Civilization (after Henry Darger and Charles Fourier) führt eine radikale politische Auseinandersetzung mit unserer Gesellschaft fort. In seiner apokalyptischen Vision entwickelt sich eine scheinbar naive Paradiesvorstellung zu einem Schreckensszenario in Videospielästhetik, formal angelehnt an die Bildsprache des Amateurzeichners Henry Darger.

Ein weiteres Hauptwerk der Ausstellung bildet die Installation von Terence Koh. Die Installation Snow White (engl. für Schneewittchen) ist eigens für die Ausstellung Number Two: Fragile gestaltet worden. Kern der Arbeit sind die als Kubus von der Decke herabhängenden Neonröhren, die es durch die Blendung des Lichts dem Besucher fast unmöglich machen werden, den Raum überhaupt zu betreten. Ein gläserner Sarg und Chrysanthemen aus Porzellan, sowie eine Live-Performance, die in eben diesem Raum aufgezeichnet wird, komplettieren das „märchenhafte“ Szenario in Anlehnung an eine Oper.

Die Arbeiten Cheese (2007) und Dough (2005/06) von Mika Rottenberg sind erstmals zusammen in einer Ausstellung zu sehen. In einem roh gezimmerten, begehbaren „Ziegenstall“ präsentiert die Künstlerin ihre jüngste Arbeit Cheese. Sechs Schwestern mit rapunzelartig langen Haaren sind die Hauptpersonen, die die magischen Kräfte von Mutter Natur besitzen und aus ihren Haaren Käse herzustellen vermögen.
Wie in ihrer Arbeit Dough ist das zentrale Motiv die Auseinandersetzung mit globalen Topics, wie Ökonomie oder Arbeit im postindustriellen Zeitalter. Produktionsabläufe werden mit einer poetischen Bildsprache ad absurdum geführt, der weibliche Körper wird als energetischer Teil dieser Prozesse einbezogen und der Betrachter in eine höchst eigentümliche, aber vertraute Welt entführt.

Ausserdem in der Ausstellung vertreten sind Peggy Ahwesh, Walead Beshty, Björk (Enzyclopedia Pictura), John Bock, Patty Chang, Jen DeNike, Nathalie Djurberg, Cheryl Donegan, Kate Gilmore, Douglas Gordon, Cao Guimarães, Alex McQuilkin, Nandipha Mntambo, Lutz Mommartz, Rob Pruitt, Adam Putnam, Pipilotti Rist, Tjorbørn Rødland, Rosemarie Trockel und Aaron Young.

Für weitere Informationen zur Julia Stoschek Collection und zur Ausstellung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Begleitend zur Ausstellung wird im Frühjahr 2009 ein Katalog im Hatje Cantz Verlag erscheinen.

Uploaded 18. September 2008


Julia Stoschek Collection /
Andreas Gursky / KRAFTWERK

Eröffnung: Samstag, 27. September 2008 (nur mit Einladung)
Ausstellung: 28 September - 2. November 2008

Die Faszination für die Verarbeitung von gegenwärtigen Realitäten in digitale Bilder und Musik verbindet die Sammlerin Julia Stoschek, den Künstler Andreas Gursky und die Musiker der Gruppe Kraftwerk (aktuelle Besetzung: Ralf Hütter, Florian Schneider, Fritz Hilpert und Henning Schmitz).

Das PinchukArtCentre in Kiew wird im Rahmen der Dt. Kulturwochen ab dem 28.09.08 eine Ausstellung zeigen, die erstmalig diese drei Positionen zusammenführt.
Julia Stoschek, die im letzten Jahr ihre Privatsammlung zeitgenössischer Kunst mit dem Schwerpunkt Neue Medien eröffnet hat, wird in der Ausstellung eine Auswahl von 20 Arbeiten zeigen, die einen Querschnitt ihrer Präsentation Number One: Destroy, She Said in Düsseldorf darstellen.
Inhaltlich setzen sich die Arbeiten mit den Themen der Dekonstruktion/Konstruktion, auseinander. Dabei werden klassische Positionen aus den Anfängen der Videokunst, z.B. Joan Jonas oder Bruce Nauman zeitgenössischen Künstlern wie Christian Jankowski oder Robert Boyd gegenübergestellt.

Andreas Gursky wurde durch seine monumentalen Photographien weltbekannt, in denen er mithilfe von digitaler Bearbeitung die Wirklichkeit neu konstruiert. Die Ausstellung gewährt einen Überblick über das Oeuvre von Andreas Gursky und verdichtet frühe Werke und aktuelle Arbeiten zu einer spannungsvollen Analyse unserer Gegenwart.

Die Musiker der Gruppe KRAFTWERK gelten als Pioniere der elektronischen Musik, ihre Musikstücke beeinflussten zahlreiche Musikstile wie Synthie Pop, Electro Funk oder Detroit Techno.

Die feierliche Eröffnung der Ausstellung mit dem Titel Julia Stoschek /Andreas Gursky/ KRAFTWERK findet am 27.09.08 im PinchukArtCentre statt. Im Anschluss an den offiziellen Veranstaltungsteil wird die Gruppe KRAFTWERK mit einem Liveauftritt im Arena Komplex den Abend beschließen.

Uploaded 04. September 2008

SAVE THE DATE!

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,
wir freuen uns, Ihnen die zweite Ausstellung der
JULIA STOSCHEK COLLECTION
Number Two: Fragile anzukündigen.

Die Ausstellung kann ab dem 18. Oktober bis Sommer 2009 jeden Samstag zwischen 11.00-16.00h nach vorheriger Anmeldung besichtigt werden.

Weitere Details folgen in Kürze!

Mit freundlichen Grüßen
Julia Stoschek und Team

Die Ausstellungsprojekte
der JULIA STOSCHEK
COLLECTION werden durch
die JULIA STOSCHEK
FOUNDATION
e.V.
ermöglicht