Uploaded 23. Februar 2010

links: Jérôme Bel, "Shirtology" Photo: Herman Sorgeloos, rechts: Eva Meyer-Keller, Photo: Rhonda Repotente
JULIA STOSCHEK COLLECTION präsentiert
JÉRÔME BEL: SHIRTOLOGY
EVA MEYER-KELLER: DEATH IS CERTAIN
Samstag, 27.02.2010, 19.00h
Die Stücke des 1964 geborenen Choreographen Jérôme Bel polarisieren. Sie verstören, sie begeistern und heben die Grenzen des konventionellen Tanzes auf. Vergleichbar mit minimalistischen Versuchsanordnungen, sind es einfachste Bewegungen, die mit wenigen Mitteln auskommen. Der Akteur wird zum Zeichenträger, der Körper zur Projektionsfläche gesellschaftlicher Umstände und kultureller Einordnung. Seine Stücke entstehen am Schreibtisch, eine wichtige Inspirationsquelle seiner Arbeit sind die semiotischen Schriften von Ferdinand Saussure und Roland Barthes. Ergebnis dieser Auseinandersetzung ist eine Versachlichung und Verdinglichung des tänzerischen Codes. Für NUMBER THREE: HERE AND NOW wird Shirtology aufgeführt.
Eva Meyer-Keller arbeitet an der Schnittstelle von Darstellender und Bildender Kunst und tritt im Kontext von Festivals, Kunstgalerien und Theatern in ganz Europa bis New York und Australien auf. Bevor sie in Amsterdam das vierjährige Studium für Tanz und Choreographie an der School for New Dance Development (SNDO) abschloss, studierte sie Fotografie und Bildende Kunst in Berlin (Hdk) und London (Central Saint Martins, Kings College). Eva Meyer-Kellers Aktivitäten sind vielseitig: sie präsentiert international Ihre Performances, entwickelt Projekte zusammen mit anderen Künstlern und Gruppen, tanzt für andere Choreographen und realisiert Videoarbeiten. Neben ihren eigenen Arbeiten war sie an Projekten von Baktruppen, Jérôme Bel und Christine De Smedt/ les Ballets C de la B beteiligt.
Für NUMBER THREE: HERE AND NOW wird Eva Meyer-Keller Death is Certain aufführen. Kirschen haben eine zarte Haut, Fleisch und in ihrer Mitte eine Art Knochen. Ihr Saft ist rot wie Blut. Und wenn man sie behandelt, wie Menschen manchmal Menschen behandeln, so werden sie selber zu Menschen - oder zumindest zu animierten Objekten, die zur Identifikation einladen.
Inspiriert von Märchen, in denen Objekte manchmal leben und dann eigentlich immer zu Projektionsflächen für eigene Erfahrungen und Fantasien werden, hat Eva Meyer-Keller in der Performance Death is Certain Süßkirschen zu Protagonisten erhoben. Die Früchte werden zwar noch entstielt, aber nicht mehr gewaschen und entkernt. Stattdessen werden sie getötet. Mit handwerklicher Sorgfalt erledigt sie dieses Geschäft, in dem das Alltägliche ins Brutale kippt. Der Betrachter wird an literarische und filmische Tode erinnert, aber auch an die Realität von Hinrichtungen, wie sie tatsächlich geschehen: Assoziationen aus dem Fundus individueller und kollektiver Erfahrungen angesichts süßen Sterbens am Küchentisch.
Anfragen bitte an:
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Monika Lahrkamp
T +49 211 58 58 84 12
lahrkamp@julia-stoschek-collection.net
Abendkasse: 18.00h, Beginn: 19.00h
Ort: JULIA STOSCHEK COLLECTION, Schanzenstrasse 54, 40549 Düsseldorf
Es können keine Reservierungen vorgenommen werden!
Kostenbeitrag 10 € / 5 € ermäßigt
Namentliche Registrierung an der Abendkasse erforderlich.
Uploaded 04. Februar 2010

JULIA STOSCHEK COLLECTION präsentiert
CHRISTIAN JANKOWSKI: JECK WE CAN
Samstag, 06.02.2010, 19.00h
Jeck we can - so lautet nicht nur das Motto der diesjährigen Karnevalssession im Rheinland, sondern auch der Titel für die an diesem Samstag stattfindende Performance von Christian Jankowski in der Julia Stoschek Collection.
Im Rahmen des Performance-Programms Number Three: Here and Now lädt Christian Jankowski in Zusammenarbeit mit lokalen Karnevalisten zur Karnevalssitzung ein, die sich nicht nur an das Kunstpublikum, sondern vor allem an alle Jecken wendet!
Bitte beachten: Einlaß nur OHNE Kostüm!
Für Rückfragen steht Ihnen der Künstler und das Team jederzeit zur Verfügung.
Anfragen bitte an:
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Monika Lahrkamp
T +49 211 58 58 84 12
lahrkamp@julia-stoschek-collection.net
Abendkasse:18.00h
Beginn: 19.00h
Ort: JULIA STOSCHEK COLLECTION,
Schanzenstrasse 54, 40549 Düsseldorf
Es können keine Reservierungen vorgenommen werden!
Kostenbeitrag: 10 €/ ermäßigt: 5 €
Namentliche Registrierung an der Abendkasse erforderlich.
Uploaded 20. Januar 2010

JULIA STOSCHEK COLLECTION präsentiert
Andreas Korte, Bert Didillon, Sven Vieweg, Stefan Ettlinger, Cornelius Quabeck
Freitag, 22.01.2010, 19.00h
Andreas Korte hat Bert Didillon, Stefan Ettlinger, Cornelius Quabeck und Sven Vieweg zu einem gemeinsamen Projekt für NUMBER THREE: HERE AND NOW eingeladen. Alle verbindet, dass sie an der Kunstakademie Düsseldorf Malerei studiert haben und sowohl als bildende Künstler, als auch als Musiker tätig sind. Veröffentlicht hat Andreas Korte seine und ihre Musikproduktionen auf seinem Weblabel sound-files.com. Andreas Korte, Maler, Videokünstler und Musiker, verbindet elektronische Musik mit Video. Diese Kombination kennzeichnet ebenfalls Stefan Ettlingers Arbeiten. Er ist Maler, Filmer und Mitglied der anarchistischen gummizelle und seine Musik eine Reminiszenz an die frühen 80er Jahre. Bert Didillon aka birdy produziert Elektro Sounds mit Anklängen an Serien- und Filmmusik. Cornelius Quabeck - ein Mann und seine Gitarren - ist auch als Maler und Zeichner der Welt der Musik im Bereich Folk und Metal verbunden. Sven Vieweg ist außer als Maler auch unter dem Projektnamen Elektrohorror aktiv, sein Sound ist minimalistisch-brutal. Für NUMBER THREE: HERE AND NOW wird Andreas Korte seine neue Arbeit Requiem für ein Insekt, Bert Didillon das Mini-Paradies, Sven Vieweg Der Tod kommt, Cornelius Quabeck beefy arms und Stefan Ettlinger eine neue Soundperformance mit dem Titel Vorletzte und Verwendete vorstellen.
Presse ist erwünscht.
Anfragen bitte an:
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Monika Lahrkamp
T +49 211 58 58 84 12
lahrkamp@julia-stoschek-collection.net
Abendkasse:18.00h, Einlass AUCH während der Veranstaltung.
Beginn: 19.00h
Ort: JULIA STOSCHEK COLLECTION,
Schanzenstrasse 54, 40549 Düsseldorf
Es können keine Reservierungen vorgenommen werden!
Kostenbeitrag: 10 €/ ermäßigt: 5 €
Namentliche Registrierung an der Abendkasse erforderlich.
Uploaded 22. Dezember 2009

Xavier Le Roy, Photo: ZOLTAN+
Im Rahmen des Performance-Programms NUMBER THREE: HERE AND NOW präsentiert die JULIA STOSCHEK COLLECTION
XAVIER LE ROY: FLOOR PIECES, Premiere
Samstag, 09.01.2010, 19.00-20.30h
Zentrales Thema in Xavier Le Roys Tanzstücken und Performances ist die Fragmentierung des Körpers, beziehungsweise die Wahrnehmung und Identität des tanzenden Individuums. Le Roy studierte zunächst Biochemie an der Universität von Montpellier, wo er 1990 in Molekular- und Zellbiologie promovierte. Parallel dazu nahm er Unterricht im zeitgenössischen Tanz bei Ruth Barnes und Anne Koren. Darauf folgten verschiedenste Projekte, beispielsweise die Zusammenarbeit mit der Berliner Performancegruppe detektor oder die Gründung von le kwatt mit dem Musikwissenschaftler Alexander Birntraum und der Lichtdesignerin Sylvie Garot. 1999 gründete er in situ productions mit Petra Roggel und lädt im Rahmen von E.X.T.E.N.S.I.O.N.S. Choreographen, Tänzer, wie zum Beispiel Yvonne Rainer oder Jérôme Bel, Videokünstler und Theoretiker ein, mit ihm zusammen zu arbeiten. Für das Performance-Programm NUMBER THREE: HERE AND NOW wird er sein neues Stück Floor Pieces aufführen.
Der Künstler ist anwesend
Presse ist erwünscht.
Anfragen bitte an:
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Monika Lahrkamp
T +49 211 58 58 84 12
lahrkamp@julia-stoschek-collection.net
Abendkasse:18.00h
Beginn: 19.00h
Achtung: Begrenzte Sitzplätze! Es können keine Reservierungen vorgenommen werden!
Kostenbeitrag: 15 €/ ermäßigt: 7 €
Namentliche Registrierung an der Abendkasse erforderlich. Kein Einlass nach Beginn der Veranstaltung.
Uploaded 16. Dezember 2009

Dara Friedman, Whip Whipping the Wall, 1998-2002, Production still, Photo: Courtesy of the artist/Gavin Brown's Enterprise, New York
Im Rahmen des Performance-Programms NUMBER THREE: HERE AND NOW präsentiert die JULIA STOSCHEK COLLECTION
DARA FRIEDMAN: SHOOTING GALLERY
Freitag, 18.12.09, 18.00h
Dara Friedman ist besonders für ihre Film- und Videoinstallationen bekannt, in denen sie Techniken des strukturalistischen Films einsetzt, um die Üppigkeit, Ekstase und Energie des Alltags darzustellen. Dabei verfremdet sie häufig gewohnte Laute und Bilder, indem sie sie zum Beispiel destilliert, verkürzt, umkehrt oder in Endlosschleifen wiederholt, und richtet so die Aufmerksamkeit auf die eigentlichen Akte der Sinneswahrnehmung: Sehen und Hören.
Mit ihrer ersten performativen Live-Arbeit Musical (2007) setzte Friedman ihre Erkundung der universellen menschlichen Lebenserfahrung fort. Dabei konzentrierte sie sich auf die emotionale Macht der Töne, insbesondere ihre Fähigkeit, unsere Stimmungen bzw. unser Gefühl für Wirklichkeit unmittelbar zu verändern. Mit ihrem Werk möchte Friedman die traditionellen Grenzen zwischen Kunst und Leben, Künstlern und Zuschauern verwischen. Im Rahmen von NUMBER THREE: HERE AND NOW stellt Dara Friedman ihre neue Arbeit Shooting Gallery vor.
Die Künstlerin ist anwesend.
Presse ist erwünscht.
Anfragen bitte an:
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Monika Lahrkamp
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lahrkamp@julia-stoschek-collection.net
Abendkasse und Veranstaltungsbeginn ab 18.00h.
Es können keine Reservierungen vorgenommen werden!
Kostenbeitrag 10 EUR / 5 EUR ermäßigt
Namentliche Registrierung an der Abendkasse erforderlich. Kein Einlass nach Beginn der Veranstaltung.
Uploaded 10. Dezember 2009

Andrea Zittel, Portrait of the artist, 2009
Courtesy of Andrea Rosen Gallery, New York
ANDREA ZITTEL: WALKING PATTERNS
Samstag, 12.12.2009, 19.00h
Andrea Zittel arbeitet bevorzugt mit Objekten, Installationen und Wandmodellen. Ihre künstlerische Laufbahn begann, als sie aufgrund beengter Wohnverhältnisse in New York Möbel entwarf, die ihren Bedürfnissen entsprachen und Platz sparten. Bei der Suche nach Organisationssystemen für alle Bereiche des Lebens sieht die Künstlerin sich als Forscherin und Testperson, beobachtet sich in ihrer täglichen Routine und setzt sich Situationen aus, um herauszufinden, wie Lebensumstände und Besitz, Verhalten und Ansichten eine Person verändern.
1991 gründete Zittel ihr künstlerisches Unternehmen A-Z, ein Projekt, in dessen Rahmen sie Objekte, Möbel, Kleider und Gebrauchsgegenstände entwirft und produziert. Über ihre Beschäftigung mit dem Verhältnis von Raum und Zeit setzt sie sich zudem mit dem Thema Tanz auseinander. Ihre Performances sind sehr kurz und komprimiert, klaren Regeln unterworfen und erinnern in ihrer Schrittfolge an Paraden oder Prozessionen. Die Tänzer folgen einfachen Schrittschemata, die wie im Falle von Walking Patterns (2009) ein dekoratives Element, wie zum Beispiel ein Häkelmuster, zur Grundlage haben.
Die Künstlerin ist anwesend.
Einlass: 18.00h
Beginn: 19.00h
Kostenbeitrag: 5 EUR/ 2,50 EUR
Bitte beachten Sie, dass es NUR eine Abendkasse ab 18h bis zum Beginn der Veranstaltung um 19.00h gibt.
Es können keine Reservierungen vorgenommen werden!
Namentliche Registrierung an der Abendkasse erforderlich. Kein Einlass nach Beginn der Veranstaltung.
Uploaded 27. November 2009

JULIA STOSCHEK COLLECTION präsentiert
WW in concert
Samstag, 28.11.09, 20.00h
Weitere Information unter: www.codalunga.org
Der Eintritt ist frei!
Einlass: 19.00h
Beginn: 20.00h
Uploaded 26. November 2009

Marina Abramovic, THE KITCHEN III Homage to Saint Therese, 2009 Courtesy of the artist
Auf Einladung von Marina Abramovic präsentiert die JULIA STOSCHEK COLLECTION
Ragnar Kjartansson, Eunhye Hwang und Nico Vascellari
Freitag, 27.11.2009, 19.00h
Die Künstlerin Marina Abramovic zählt zu den progressivsten Künstlerinnen unserer Zeit. Nach ihrem Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Belgrad und Zagreb unterrichtete Abramovic als Dozentin an der Academy of Fine Arts in Novi Sad. Während dieser Zeit arbeitete die Künstlerin hauptsächlich in der Kunstform der Performance und nutzte hierfür die Ausdrucksmedien Video und Film. Ihre bevorzugten Themen sind körperliche und geistige Grenzerfahrungen und Bewusstseinsveränderungen. Ihre Arbeiten sind grundsätzlich von der radikalen, ihren Körper in Grenzbereiche körperlicher Risiken, Qualen und Schmerzen überführenden Body Art beeinflusst. Für NUMBER THREE: HERE AND NOW wird sie einen Vortrag zum Thema Performance/ Reperformance halten.
Die vielfältigen Arbeiten des Isländers Ragnar Kjartansson stehen stets zwischen bildender und darstellender Kunst. Der Schwerpunkt seines Schaffens liegt dabei auf Perfomances, in denen er auf unterschiedliche Weise Elemente der Malerei, der Bildhauerei, des Theaters, des Schauspiels, sowie der Musik miteinander verbindet. Beeinflusst von Traditionen der Video- und Performancekunst der 1970er Jahre erprobt Kjartansson in lang andauernden oder über längere Zeiträume weitergeführten Performances seine eigenen körperlichen und psychischen Belastungsgrenzen. Im Rahmen von NUMBER THREE: HERE AND NOW zeigt er seine Arbeit Sounds of Despair.
Nach einem Studium der Malerei an der Yong-In University in Yongin-Shi, studierte die koreanische Künstlerin Eunhye Hwang Performance Art und Sound Art an der Braunschweiger Hochschule f?r Bildende K?nste bei Marina Abramovic und Ulrich Eller. Hwang setzt in ihrem künstlerischen Werk verschiedenste Medien ein. Sie integriert sowohl Objekte, die sie in ihrer Umgebung vorfindet, als auch die Rezipienten, die ihren Performances beiwohnen, in ihre ephemeren Arbeiten. The road ist der Titel der Arbeit, die sie an diesem Abend vorstellen wird.
Nico Vascellari arbeitet in den Bereichen Performance, Fotografie, Video, Skulptur und der Collage. Thematisch befasst er sich mit Energien, die bei archaischen Ritualen und Punk-Konzerten freigesetzt werden, integriert symbolträchtig aufgeladene Objekte, oder bezieht sich inhaltlich auf volkstümliche Bräuche seines Heimatlandes Italien. Für NUMBER THREE: HERE AND NOW wird er seine Arbeit Mondial blue präsentieren und am 28.11.2009 um 20.00h mit seiner Band WW auftreten.
Bitte beachten Sie, dass es NUR eine Abendkasse ab 18h bis zum Beginn der Veranstaltung um 19.00h gibt.
Es können keine Reservierungen vorgenommen werden!
Beitrag 10 € / 5 € ermäßigt.
Namentliche Registrierung an der Abendkasse erforderlich. Kein Einlass nach Beginn der Veranstaltung.
Uploaded 26. Oktober 2009

Andrea Fraser, Official Welcome, 2001, Performance, Videostills, Kunstverein in Hamburg 2003,
Photo: unbekannt
JULIA STOSCHEK COLLECTION präsentiert:
Andrea Fraser: OFFICIAL WELCOME
Dienstag, 27.10.2009, ab 19.00h
Andrea Fraser ist mit ihren Performances, Videoarbeiten und Installationen eine der wichtigsten Repräsentantinnen der Institutionskritik. Dabei bedient sich die Künstlerin verschiedener Phänomene des Kunstbetriebs und setzt sich kritisch mit dessen sozialen, institutionellen und ökonomischen Strukturen auseinander.
Mitte der 1980er Jahre wurde Fraser durch ihre gallery talks bekannt, in denen sie die Präsentationsformen, Hierarchien und Ausschlussmechanismen von Kunstinstitutionen analysierte.
Für diese ortsspezifischen Performances in Gestalt von humorvollen, aber auch ernsten, fast pseudowissenschaftlichen Führungen durch Museen, eignete sich Fraser ein Alter Ego an - die stereotype Rolle einer Kunstdozentin. Inhaltlich basierten die Performanceskripte auf vorhandenen, dokumentarischen Fragmenten, die sie in den Museumsarchiven vorfand oder bei denen es sich um Quellen aus der Psychoanalyse und Soziologie handelte.
Auch die gegenseitigen Abhängigkeiten von prominenten Künstlerpersönlichkeiten und deren Mäzenen, ebenso wie die Tragweite der Medien bei der Berichterstattung über Kunstevents oder das konditionierte Verhalten von Ausstellungsbesuchern sind Themen, die Fraser in ihren Performances und Videoinstallationen aufgreift.
Bitte beachten Sie, dass es NUR eine Abendkasse ab 18h bis zum Beginn der Veranstaltung gibt, es können keine Reservierungen vorgenommen werden.
Beitrag 10 € / 5 € ermäßigt.
Namentliche Registrierung an der Abendkasse erforderlich. Beginn der Veranstaltungen variiert jeweils zwischen 19 und 20h. Kein Einlass nach Beginn der Veranstaltungen.
Uploaded 2. September 2009

Keren Cytter, "From the Secret Diaries of Linda Schultz", 2009 © Keren Cytter
SAVE THE DATE
100 Years (version #1, Düsseldorf),
NUMBER THREE: HERE AND NOW
17.10.2009-Juli 2010
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,
wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass die nächste Ausstellung der Julia Stoschek Collection am Samstag, den 10.10.09 eröffnen wird. Die Ausstellung mit dem Titel
100 Years (version #1, Düsseldorf), eine in erstmaliger Kooperation mit dem P.S.1 Contemporary Art Center, New York und der internationalen Performance-Biennale Performa 09, New York entstandene Ausstellung dokumentiert dabei die letzten einhundert Jahre Performance-Geschichte.
Die Ausstellung, die neben Düsseldorf ab November im P.S.1/MoMA in New York und weiteren internationalen Institutionen Station machen wird, versteht sich als Forschungsprojekt, das im Kontext der diesjährigen Performa 09 und anlässlich des vor 100 Jahren veröffentlichten Manifest des Futurismus einen Überblick über die bedeutendsten Aktionen, Happenings und Performances der letzten einhundert Jahre schafft. Abhängig vom jeweiligen Ausstellungsort variiert die Anzahl der gezeigten Werke und der Inhalt. Darüber hinaus werden Bezüge zur lokalen Performance-Szene hergestellt.
Organisiert wird das Projekt vom P.S.1 Contemporary Art Center, einer dem MoMA (The Museum of Modern Art) angegliederten Institution und der Performa 09, New York. Klaus Biesenbach, Chefkurator für Medienkunst und Performance am Museum of Modern Art/P.S.1 und RoseLee Goldberg, renommierte Performa-Direktorin betreuen die Ausstellung kuratorisch. Finanziert wird das Forschungsprojekt von der Julia Stoschek Foundation e.V., Düsseldorf.
Parallel zu 100 Years (version #1, Düsseldorf) wird im zweiten Ausstellungsgeschoss in regelmäßigen Abständen ein Performance-Programm mit dem Titel NUMBER THREE: HERE AND NOW stattfinden.
Geplant sind bisher Performances von:
Marina Abramovic, Allora & Calzadilla, Jerome Bel, John Bock, Keren Cytter, Bert Didillon, Stefan Ettlinger, Andrea Fraser, Dara Friedman, Simon Fujiwara, Manuel Graf, Christian Jankowski, Joan Jonas, Sharon Hayes, Eunhye Hwang, Ragnar Kjartansson, Andreas Korte, Michalis Nicolaides, Jen DeNike, Cornelius Quabeck, Xavier Le Roy, Jimmy Robert, Tino Sehgal, Annette Sonnewend & Michael Strasser, Nico Vascellari, Sven Vieweg, Tris Vonna Michell, Andrea Zittel
Die Ausstellung kann ab dem 17. Oktober 2009 bis Ende Juli 2010 jeden Samstag zwischen 11.00-18.00h besichtigt werden.
Mit freundlichen Grüßen
Julia Stoschek und Team
Desweiteren möchten wir Sie auf folgende Ausstellung im Kölnischen Kunstverein aufmerksam machen:
Lecture Performance
24.10.- 20.12.09
mit Beiträgen von Fia Backström, Lutz Becker, Walter Benjamin, Pauline Boudry/Renate Lorenz, Andrea Fraser, Dan Graham, Achim Lengerer, Michael Lentz/Uli Winters, Xavier Le Roy, TkH (Walking Theory), Tris Vonna-Michell, Robert Morris, Martha Rosler, V-Girls, Jeronimo Voss
Lecture Performances sind ein aktuelles Phänomen der zeitgenössischen Kunst, das in den letzten Jahren zahlreiche Ausformulierungen erfahren hat und deshalb einer näheren begrifflichen Bestimmung bedarf. Künstler arbeiten in diesem relativ jungen Genre an der Schnittstelle von Vortrag und Performance und vermischen auf kreative Weise die Inszenierung der eigenen Person vor Publikum mit Methoden der klassischen Kunstvermittlung. Das künstlerische Verfahren besteht aus selbstreflexiven, diskursiven und performativen Aspekten.
Eröffnung: Fr. 23.10.09, 19 Uhr
Pressegespräch: Fr. 23.10.09, 11 Uhr
Kölnischer Kunstverein
Die Brücke, Hahnenstr. 6
D-50667 Köln
T +49-221-217021
F +49-221-210651
info@koelnischerkunstverein.de
www.koelnischerkunstverein.de
Uploaded 24. Juli 2009

Vor der Umbaupause ab August 2009 möchten wir zum letzten Mal im Rahmen der Ausstellung FRAGILE zum Filmprogramm im Kinoraum in der Schanzenstraße 54 einladen.
In der nunmehr 15. Ausgabe von STUDIO 54 werden die inzwischen legendären Abenteuer von Peter Fischli und David Weiss als s´Bärli und s´Rättli in den ihren beiden ersten Filmen aus den Jahren 1981 und 1983 zu sehen sein. Während Der geringste Widerstand vor allem philosophisch und humorvoll um das Thema „Kunst und Kriminalität“ kreist, begeben sich die beiden in Der rechte Weg durch Natur und Landschaften auf eine Suche nach dem Sinn der Lebens und sich selbst.
- Der geringste Widerstand 1981 (29:00)
- Der rechte Weg 1983 (55:00)
STUDIO 54
Mittwoch, 29.07.2009, 19:00h
Kinoraum im Basement
Schanzenstraße 54, 40549 Düsseldorf
Achtung: begrenzte Sitzplätze! Leider keine Reservierung möglich.
Uploaded 15. April 2009

OUT OF SPACE 1:
Cao Fei - WHOSE UTOPIA
25.04.-27.06.2009
Unter dem Titel OUT OF SPACE wird ab dem 24. April 09 eine neue Reihe von Ausstellungsprojekten der JULIA STOSCHEK COLLECTION starten. Wie der Name schon suggeriert finden diese in unregelmäßigen Abständen nicht im eigentlichen Sammlungsgebäude an der Schanzenstrasse 54, sondern an einem anderen Ort statt.
Die Reihe wird mit einer Ausstellung der chinesischen Künstlerin Cao Fei beginnen und im Rahmen der diesjährigen ART COLOGNE am 24. April 09 eröffnet.
Gezeigt werden insgesamt vier Arbeiten, darunter auch die raumgreifende Zwei-Kanal-Installation Whose Utopia aus dem Jahre 2006.
Cao Fei gehört zu den wichtigsten chinesischen KünstlerInnen ihrer Generation. 1978 in Guangzhou geboren, ist sie in der Welt der elektronischer Unterhaltung und Werbung aufgewachsen. Fasziniert von der pulsierenden Landschaft der Konsumgesellschaft, entwickelte sie eine sehr persönliche Bildsprache, die Phantasie, Wunsch, Kritik und Genuss der Realität gegenüberstellt. In ihren Fotoserien, Videofilmen, Performances und Installationen thematisiert Cao Fei vor allem die rasanten gesellschaftlichen und kulturellen Umbrüche in China und die neue Generation chinesischer Jugendlicher.
Eröffnung: Freitag 24. April 2009, 18-21.00h
Laufzeit: 25.04.2009-27.06.2009
Ort: GLORIAHALLE, Belsenstraße 20, 40545 Düsseldorf
Geöffnet jeden Samstag von 11-16.00h
Kontakt: info@julia-stoschek-collection.net
Uploaded 10. Oktober 2008
Mit dem Titel Number Two: Fragile präsentiert die Julia Stoschek Collection die zweite Ausstellung aus dem privaten Sammlungsbestand von Julia Stoschek.
Hauptthema der Ausstellung ist der Aspekt der Körperlichkeit in Video, Installation und Fotokunst, mit der vor
allem Künstler der Body-Art und Performance Kunst seit den 60/70er Jahren experimentieren.
Selbstinszenierung, Schmerz, Transformation, Körperhaftigkeit im Sinne einer Plastizität, die als reale, äußere
Form erfahrbar wird, aber auch Zerbrechlichkeit im buchstäblichen Sinne sind wesentliche Schwerpunkte, die
in der Auswahl der 54 Arbeiten beleuchtet werden sollen. Die insgesamt 30 Künstler können dabei innerhalb
der Ausstellung auch als Einzelpositionen wahrgenommen werden, da zumeist mehrere Arbeiten eines
Künstlers vorgestellt werden.
Einen besonderen Stellenwert in der Ausstellung nimmt die künstlerische Selbstinszenierung ein.
In der 1967 entstandenen Performance-Dokumentation Art-Make-Up von Bruce Nauman wird in einem Akt
der Verfremdung gezeigt, wie der eigene Körper zur Skulptur wird.
In den ursprünglich als 16-mm-Film aufgezeichneten Videos, ist die Kamera frontal auf den Oberkörper
gerichtet, welcher in einem minutiösen Prozess in vier verschiedenen Farben (weiß, pink, grün und schwarz)
„maskiert“ wird.
Die technische Weiterentwicklung des Films bzw. Videos in den 60er Jahren machte es den Künstlern mit
dem Verfahren der „Close-Circuit“-Installationen möglich Aktionen auf Film aufzuzeichnen, sich im Spiegel
selbst zu betrachten und gleichzeitig sogar in einen anderen Raum zu übertragen. Weitere Künstler der
Ausstellung, wie Vito Acconci oder auch Hannah Wilke nutzten diese Möglichkeiten im Sinne eines
erweiterten Skulpturbegriffs.
So demonstriert Hannah Wilke in einer ihrer bekanntesten Performances Hannah Wilke Through the Large Glass einen Striptease hinter Marcel Duchamps Grosses Glas im Philadelphia Museum of Art. Sie posiert für die Kamera und stellt wie ein Fotomodel der 70er Jahre klischeehaft die Rolle der Frau in der damaligen Kunstszene zur Schau.
Auch in der großformatigen Fotoserie Die Sonne um Mitternacht schauen von Katharina Sieverding aus dem Jahre 1973 oder der Performance The Onion von Marina Abramovic aus dem Jahre 1996 ist die Selbstdarstellung der Frau als Künstlerin und gleichzeitiges Kunstobjekt zentrales Thema. In der Arbeit von Marina Abramovic wird darüber hinaus die Erfahrung des Schmerzes suggeriert und die Grenzen der eigenen physischen Belastbarkeit ausgelotet.
Gleichsam schmerzhaft und schockierend sind die Performances von Chris Burden, die ein regelrechtes Martyrium des Künstlers dokumentieren. In der legendären Arbeit Shoot (1971), ließ sich Burden in den Arm schiessen, in Through the Night Softly von 1973 windet er sich nackt, mit verbundenen Armen gequält aus einem Scherbenhaufen.
Von besonderer Bedeutung in Number Two: Fragile ist die Killing Machine von Janet Cardiff und Georges Bures Miller aus dem Jahre 2007. Die Installation ist eine höchst kritische und zugleich absurde Auseinandersetzung mit der Todesstrafe und inhaltlich angelehnt an die Erzählung „In der Strafkolonie“ von Franz Kafka. Anders als in früheren Arbeiten des Künstlerpaars steht nicht der Film im Vordergrund, sondern ein an den Elektrischen Stuhl erinnerndes Folterinstrument, das in einem abgeschlossenen Raum, begleitet von schriller Violinenmusik den Besucher zum Zuschauer eines Horrorszenarios macht.
Paul Chans digital animierte Videoinstallation im Breitbandformat Happiness (finally) after 35,000 Years of Civilization (after Henry Darger and Charles Fourier) führt eine radikale politische Auseinandersetzung mit unserer Gesellschaft fort. In seiner apokalyptischen Vision entwickelt sich eine scheinbar naive Paradiesvorstellung zu einem Schreckensszenario in Videospielästhetik, formal angelehnt an die Bildsprache des Amateurzeichners Henry Darger.
Ein weiteres Hauptwerk der Ausstellung bildet die Installation von Terence Koh. Die Installation Snow White (engl. für Schneewittchen) ist eigens für die Ausstellung Number Two: Fragile gestaltet worden. Kern der Arbeit sind die als Kubus von der Decke herabhängenden Neonröhren, die es durch die Blendung des Lichts dem Besucher fast unmöglich machen werden, den Raum überhaupt zu betreten. Ein gläserner Sarg und Chrysanthemen aus Porzellan, sowie eine Live-Performance, die in eben diesem Raum aufgezeichnet wird, komplettieren das „märchenhafte“ Szenario in Anlehnung an eine Oper.
Die Arbeiten Cheese (2007) und Dough (2005/06) von Mika Rottenberg sind erstmals zusammen in einer
Ausstellung zu sehen. In einem roh gezimmerten, begehbaren „Ziegenstall“ präsentiert die Künstlerin ihre
jüngste Arbeit Cheese. Sechs Schwestern mit rapunzelartig langen Haaren sind die Hauptpersonen, die die
magischen Kräfte von Mutter Natur besitzen und aus ihren Haaren Käse herzustellen vermögen.
Wie in ihrer Arbeit Dough ist das zentrale Motiv die Auseinandersetzung mit globalen Topics, wie Ökonomie
oder Arbeit im postindustriellen Zeitalter. Produktionsabläufe werden mit einer poetischen Bildsprache ad
absurdum geführt, der weibliche Körper wird als energetischer Teil dieser Prozesse einbezogen und der
Betrachter in eine höchst eigentümliche, aber vertraute Welt entführt.
Ausserdem in der Ausstellung vertreten sind Peggy Ahwesh, Walead Beshty, Björk (Enzyclopedia Pictura), John Bock, Patty Chang, Jen DeNike, Nathalie Djurberg, Cheryl Donegan, Kate Gilmore, Douglas Gordon, Cao Guimarães, Alex McQuilkin, Nandipha Mntambo, Lutz Mommartz, Rob Pruitt, Adam Putnam, Pipilotti Rist, Tjorbørn Rødland, Rosemarie Trockel und Aaron Young.
Für weitere Informationen zur Julia Stoschek Collection und zur Ausstellung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Begleitend zur Ausstellung wird im Frühjahr 2009 ein Katalog im Hatje Cantz Verlag erscheinen.
Uploaded 18. September 2008
Julia Stoschek Collection /
Andreas Gursky / KRAFTWERK
Eröffnung: Samstag, 27. September 2008 (nur mit Einladung)
Ausstellung: 28 September - 2. November 2008
Die Faszination für die Verarbeitung von gegenwärtigen Realitäten in digitale Bilder und Musik verbindet die Sammlerin Julia Stoschek, den Künstler Andreas Gursky und die Musiker der Gruppe Kraftwerk (aktuelle Besetzung: Ralf Hütter, Florian Schneider, Fritz Hilpert und Henning Schmitz).
Das PinchukArtCentre in Kiew wird im Rahmen der Dt. Kulturwochen ab dem 28.09.08 eine Ausstellung zeigen, die erstmalig diese drei Positionen zusammenführt.
Julia Stoschek, die im letzten Jahr ihre Privatsammlung zeitgenössischer Kunst mit dem Schwerpunkt Neue Medien eröffnet hat, wird in der Ausstellung eine Auswahl von 20 Arbeiten zeigen, die einen Querschnitt ihrer Präsentation Number One: Destroy, She Said in Düsseldorf darstellen.
Inhaltlich setzen sich die Arbeiten mit den Themen der Dekonstruktion/Konstruktion, auseinander. Dabei werden klassische Positionen aus den Anfängen der Videokunst, z.B. Joan Jonas oder Bruce Nauman zeitgenössischen Künstlern wie Christian Jankowski oder Robert Boyd gegenübergestellt.
Andreas Gursky wurde durch seine monumentalen Photographien weltbekannt, in denen er mithilfe von digitaler Bearbeitung die Wirklichkeit neu konstruiert. Die Ausstellung gewährt einen Überblick über das Oeuvre von Andreas Gursky und verdichtet frühe Werke und aktuelle Arbeiten zu einer spannungsvollen Analyse unserer Gegenwart.
Die Musiker der Gruppe KRAFTWERK gelten als Pioniere der elektronischen Musik, ihre Musikstücke beeinflussten zahlreiche Musikstile wie Synthie Pop, Electro Funk oder Detroit Techno.
Die feierliche Eröffnung der Ausstellung mit dem Titel Julia Stoschek /Andreas Gursky/ KRAFTWERK findet am 27.09.08 im PinchukArtCentre statt. Im Anschluss an den offiziellen Veranstaltungsteil wird die Gruppe KRAFTWERK mit einem Liveauftritt im Arena Komplex den Abend beschließen.


