horizontal vertigo

JULIA STOSCHEK COLLECTION DÜSSELDORF / BERLIN
31. März 2019 – 26. April 2020

Zum ersten Mal seit ihrem Bestehen zeigt die JULIA STOSCHEK COLLECTION ein kuratiertes Programm aus Einzelausstellungen, Performances und Screenings von Werken internationaler Künstler*innen, die nicht Teil der Sammlung sind und größtenteils zum ersten Mal in Deutschland ausstellen. Im Verlauf eines Jahres werden sechs Ausstellungen präsentiert – drei in Düsseldorf und drei in Berlin –, die von März 2019 bis April 2020 nacheinander eröffnen. Begleitend finden an beiden Ausstellungsorten Film- und Performance-Veranstaltungen sowie Künstlergespräche, Vorträge und Lesungen statt.

horizontal vertigo umfasst Neuproduktionen wie auch bereits existierende Arbeiten einer Gruppe internationaler Künstler*innen, deren interdisziplinäre und zeitbasierte Kunst von feministischen, queeren und dekolonialen Perspektiven geprägt ist, und die in ihrer Arbeit restriktive Konzepte von Identität, Geschichte und Repräsentation aufbrechen. Die Ausstellungen und Veranstaltungen folgen keinem übergeordneten Thema, sondern entstehen in einem spezifischen Kontext aus dem Werk der jeweiligen Künstler*innen. So entwickelt sich im Laufe der Zeit ein fluides und mehrdeutiges Netz aus Assoziationen und Geschichten.

Den Impuls für den kuratorischen Rahmen dieser einjährigen Serie gaben die poetisch-politischen Schriften der Autorin, Künstlerin und Filmemacherin Trinh T. Minh-ha. Der titelgebende Begriff horizontal vertigo entstammt ihrem Essay Cotton and Iron aus dem Jahr 1991, in dem Minh-ha den Gedanken der Pluralität und das Paradox der „Nicht-Totalisierbarkeit“ (non-totalness) in den Fokus rückt und im Zuge dessen Systeme binärer Opposition und eingrenzende Kategorisierung kritisch hinterfragt. horizontal vertigo verfolgt daher kein übergeordnetes Thema und speist sich stattdessen aus dieser Hinwendung zum unendlich Wandelbaren. Das Jahresprogramm lebt von der Vielfalt an Erzählweisen und Erzählenden.

Kuratiert von Lisa Long

BETEILIGTE KÜNSTLER*INNEN

Sophia Al-Maria, Morehshin Allahyari, Meriem Bennani, Pauline Boudry / Renate Lorenz, A.K. Burns, Dorota Gawęda und Eglė Kulbokaitė, Sky Hopinka, Rindon Johnson, Chelsea Knight, Trinh T. Minh-ha, Arjuna Neuman & Denise Ferreira da Silva, Colin Self, Martine Syms, WangShui, Eduardo Williams, Anna Zett

AKTUELLE AUSSTELLUNG IN DER JSC DÜSSELDORF: 
Rindon Johnson, CIRCUMSCRIBE, 31. März – 28. Juli 2019.
Eröffnung: 29. März 2019, 19-22 Uhr

AKTUELLE AUSSTELLUNG IN DER JSC BERLIN: 
Pauline Boudry / Renate Lorenz, ONGOING EXPERIMENTS WITH STRANGENESS, 26. April – 28. Juli 2019.

FILM-SCREENINGS: 
Die begleitende Reihe von Screenings in Düsseldorf wird Künstler*innen oder auch Künstler*innen-Duos jeweils für eine Dauer von sechs Wochen zeigen. In Berlin wird es einige Einzelvorführungen geben. Unter den teilnehmenden Künstler*innen sind: Morehshin Allahyari, Dorota Gawęda und Eglė Kulbokaitė, Sky Hopinka, Chelsea Knight, Trinh T. Minh-ha, Arjuna Neuman & Denise Ferreira da Silva, Martine Syms, Eduardo Williams, Anna Zett.
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PERFORMANCE-PROGRAMM IN DER JSC BERLIN:
31. Mai & 1. Juni 2019, jeweils 22 Uhr
Während des gesamten Jahres wird der Komponist und Choreograf Colin Self diverse Performances im Zusammenhang mit seinem kürzlich erschienenen Album SIBLINGS zeigen.

LAUFZEIT: 31. März 2019 – 26. April 2020 
ÖFFNUNGSZEITEN JSC DÜSSELDORF: Sonntags, 11–18 Uhr