TURN ON - zeitbasierte Medienkunst aus der JULIA STOSCHEK COLLECTION

LAUFZEIT: 31. MÄRZ – 29. AUGUST 2015



ERÖFFNUNG: 30. MÄRZ 2015, 20 UHR (nur auf Einladung)

Lilly & Yoel Moshe Elstein Multi-Purpose Gallery Herta and Paul Amir Building
Tel Aviv Museum of Art, Tel Aviv, Israel

Vom 31. März bis zum 29. August 2015 werden erstmals im Rahmen des 50-jährigen Bestehens der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel Hauptwerke der JULIA STOSCHEK COLLECTION im Tel Aviv Museum of Art gezeigt. Es ist die bislang umfangreichste Präsentation zeitbasierter Arbeiten in Israel. Der Ausstellungstitel ist der Arbeit TURN ON von Adrian Paci aus dem Jahr 2004 entlehnt und erlaubt zahlreiche vieldeutige Assoziationsebenen: Einschalten, Entzünden, Provokation, aber auch eine körperliche Anspielung im Sinne des buchstäblichen „Anmachens“.

Ein Leitgedanke in der Konzeption der Sammlung ist der Aspekt der Zeitgenossenschaft. Entsprechend ist die Präsentation auf den jüngsten Teil der Sammlung ausgerichtet. Die in TURN ON gezeigten Arbeiten sind im Verlauf des letzten Jahrzehnts entstanden, in dem sich die technikbasierten Medien mit rasanter Geschwindigkeit entwickelt haben. Dies spiegelt sich in einem beeindruckenden Spektrum medienbasierter Kunst wider, die in der Ausstellung anhand von 22 Werken von 17 KünstlerInnen zu sehen sein wird.

Das Spektrum der Arbeiten reicht von performativen und theatralen Ansätzen bis zu verschiedenen Formen der Narration. Viele der Werke sind animiert: beispielsweise Ed Atkins’ computeranimierte poetische Avatare als Alter Egos oder Nathalie Djurbergs und Hans Bergs animiertes und orchestriertes manisches Puppenspiel.

Mehr als die Hälfte der teilnehmenden KünstlerInnen sind Frauen. Diese weibliche Präsenz lässt Aspekte wie Gender, Sexualität und weibliche Identität in die Ausstellung einfließen, während zugleich existenzielle Fragen, wie sie den Arbeiten der Ausstellung insgesamt zugrundeliegen, beleuchtet werden. Implizite Subtexte von Machtkämpfen – zwischen den Geschlechtern, zwischen dem Einzelnen und der Gesellschaft und zwischen verschiedenen kreativen Traditionen – wie sie in den meisten der Arbeiten zum Ausdruck kommen, lassen eine Ausstellung entstehen, die gleichermaßen kontemplativ, einnehmend und reflektiv ist.

Die Arbeiten werden in ihren jeweiligen installativen Zusammenhängen gezeigt, die auf den Museumsraum als skulpturale Sphäre Bezug nehmen. Dabei werden die Videoprojektionen als unverwechselbare Kunsterlebnisse aus Bild, Bewegung, Klang, Raum und Zeit präsentiert und erfahrbar. Sie veranschaulichen dabei die Simultaneität als typische Merkmale unserer Zeit und eröffnen so einen Museumsraum, der sich den einzigartigen Eigenschaften des Projektionsmediums anpasst.

Teilnehmende KünstlerInnen: Marina Abramović, Ed Atkins, Johanna Billing, Monica Bonvicini, Paul Chan, Keren Cytter, Nathalie Djurberg & Hans Berg, Jesper Just, Klara Lidén, Helen Marten, Adrian Paci, Seth Price, Christoph Schlingensief, Sturtevant, Mathilde ter Heijne, Andro Wekua.

Kuratorin: Ruth Direktor

Die Ausstellung wurde in enger Zusammenarbeit mit der JULIA STOSCHEK FOUNDATION e.V. konzipiert.

Mit freundlicher Unterstützung des Freundeskreises des Tel Aviv Museum of Art, Israel; Tambour LTD und dem Goethe Institut, Tel Aviv im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums der diplomatischen Beziehungen zwischen Israel und Deutschland.

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