Begleitendes Filmprogramm STUDIO 54, "Day Is Done" von Mike Kelley

Datum:12.12.2012
Uhrzeit:19:30-22:30 h
Kategorie:Studio 54
Anmeldung:Anmeldung nicht erforderlich
Kostenbeitrag:---
Begleitendes Filmprogramm STUDIO 54

Von Oktober 2012 bis Juni 2013 zeigt die JULIA STOSCHEK FOUNDATION e.V. jeden zweiten Mittwoch im Monat das Filmprogramm STUDIO 54.

Die Auswahl der Filme wurde zum Teil von den in der aktuellen Ausstellung NUMBER SIX: FLAMING CREATURES beteiligten Künstlern getroffen. Das Programm eröffnet daher nicht nur den Blick auf die Lieblingsfilme der Künstler, sondern zeigt auch mögliche Bezugs- und Inspirationsquellen für das Œuvre der Künstler auf.


Mittwoch, 12.12.2012, 19:30 Uhr
Mike Kelley
DAY IS DONE, 2005-2006


Video, 169 Min., Farbe, Ton
Courtesy of EAI, New York

„Bei diesem Projekt habe ich mich speziell auf ikonographische Motive aus den folgenden Kategorien konzentriert: Religiöse Performances, Rowdys, Tanz, Provinzler und Hinterwälder, Halloween und Goth, Teuflisches, Pantomimen und Pferdesportveranstaltungen. Viele Fotos zeigen kostümierte Menschen beim Singen oder Tanzen, daher lassen sich die Tapes am besten als Musikvideos beschreiben. Für mich ist Day Is Done eine Art zusammenhangsloses, Musical ... Ein Stück weit ist das Seherlebnis mit Fernseh-Zapping vergleichbar.“ Mike Kelley

Day Is Done ist ein karnevaleskes Werk, ein Epos, das die Gattungsgrenzen sprengt, und in dem sich Vampire, tanzende Gruftis, Hinterwälder, Pantomimen und Teufel zu einer Art subversivem Musiktheater/Revue-Varieté zusammenfinden. Über eine Länge von mehr als zweieinhalb Stunden entfaltet sich dieses zügellose Theaterspektakel in einer Reihe von losen Episoden, die sich zu einer nicht zusammenhängenden Erzählung zusammenfügen. Die Episoden 2 bis 32 von Kelleys vielschichtigem Projekt Extracurricular Activity Projective Reconstructions sind auf dem Video zu sehen sind; das Ganze gibt Traumata, Misshandlungen und unterdrückte Erinnerungen durch den Filter persönlicher und massenkultureller Erfahrungen wieder. Ausgangsmaterial waren Highschool-Jahrbuch-Fotos von unterschiedlichen „außerschulischen Aktivitäten“, insbesondere solche, die sogenannte „gesellschaftlich akzeptierte abweichende Riten“ darstellen, wie Kelley es nennt. Die gefundenen Bilder dienten als Ausgangspunkt für Kelleys Videoinszenierungen.

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