16MM CINEMA: NACH ALLEN REGELN DER KUNST – KÜNSTLERINNEN IN DER BRD - Ein Film von Barbara Bongartz und Helga Weckop-Conrads 

Datum:28.09.2017
Uhrzeit:20:00-22:30 h
Ort:16-mm-Kino der JULIA STOSCHEK COLLECTION
Kategorie:Studio 54, Veranstaltungen & Vorträge
Anmeldung:Anmeldung nicht erforderlich
Kostenbeitrag:---

Donnerstag,
28. September 2017
Beginn: 20 Uhr
NACH ALLEN REGELN DER KUNST – KÜNSTLERINNEN IN DER BRD

Ein Film von Barbara Bongartz und Helga Weckop-Conrads
BRD 1987 / 16mm / Farbe / Magnetton / 80 Minuten
Eintritt frei

16-mm-Kino der JULIA STOSCHEK COLLECTION, Schanzenstrasse 54, 40549 Düsseldorf

Wegen begrenzter Platzanzahl bitten wir um Voranmeldung per E-Mail an: diana.seidel@duesseldorf.de

Herzliche Einladung zum Filmabend in der JULIA STOSCHEK COLLECTION
im Rahmen des Ausstellungsprojektes 4x3 EXTRA* am Donnerstag, 28. September 2017, um 20 Uhr.

Die Uraufführung war am 08. Juli 1987 im Kunstfilmprogramm der DOCUMENTA 8 in Kassel. Im documenta-Jahr 2017 wird der Film NACH ALLEN REGELN DER KUNST 30 Jahre alt. Die Situation der Frauen im Kunstbetrieb ist eine andere als 1987, so wie der Kunstbetrieb ein anderer geworden ist. Der Film ist witzig, spannend und über seinen historischen Wert hinaus ein Kunstwerk. Nicht zuletzt deshalb stößt er uns dazu an, über die Situation von Künstlerinnen heute nachzudenken und unseren Standpunkt zu aktualisieren.
Gabriele Horndasch, 2017

Aus der Einladung zur Presseaufführung 1987: 
„Wo sind denn die Frauen in der deutschen Kunst?“ wurde der Maler Georg Dokoupil von ARTnews gefragt. Seine Antwort: „Zu Hause, beim Kochen.“  Zitate wie dieses häuften sich in den letzten Jahren in den Medien und waren Auslöser für die beiden Autorinnen, der Situation der Künstlerinnen nachzugehen.

Ausgangspunkt war die an Fakten und Zahlen festzumachende strukturelle Diskriminierung von Künstlerinnen in allen öffentlichen Bereichen, in Museen, Kommissionen, Ausstellungen, in der Lehre. Der Film entstand auf Grundlage von aufgezeichneten Interviews, die Barbara Bongartz und ich mit 50 Künstlerinnen und einigen Exponenten der Kunstwelt führten. Der Fragenkatalog bezog sich auf alle für Künstler und Künstlerinnen gleichermaßen relevante Bereiche. Künstlerinnen aller Bekanntheitsgrade, aller Altersgruppen und Medien kamen zu Wort. Im Gegensatz zur Eindeutigkeit der Zahlen erlaubte das Ergebnis der Gespräche keine verbindlichen Verallgemeinerungen. In Folge entschlossen wir uns zu einem Experiment. Im Hauptteil des Films entwickeln sich die Themenfelder ausschließlich aus Künstlerinnen-Statements unter Verzicht einer ansonsten für dieses Format üblichen Kommentarebene.

Der erste, kurze Teil ist ein Rückblick auf Arbeitsbedingungen im 19. Jahrhundert, festgemacht an der hochbegabten und jung verstorbenen Marie Bashkirtseff (1854 Poltawa, Ukraine – 1884 Paris). 1987 hatte die Kunsthistorikerin Renate Berger es erreicht, dass das Mausoleum der Künstlerin geöffnet wurde. Man fand darin einen Großteil ihrer Bilder, verrottet. Den Text für den Epilog im Film schrieb Roger Willemsen (1955-2016) zu Bildern aus den Düsseldorfer Kasematten unterhalb der Altstadt, die in den Achtziger Jahren von Künstlerinnen und Künstlern für Off-Ausstellungen provisorisch in Stand gesetzt wurden.  
Helga Weckop-Conrads, 2017

Die beteiligten Künstlerinnen:
Liz Bachhuber, Victoria Bell, Sybille Berke, Anna Blume, Miriam Cahn, Regine von Chossy, Lili Fischer, Mechthild Frisch, Doris Hadersdorfer, Barbara Hammann, Magdalena Jetelova, Tina Juretzek, Gisela Kleinlein, Annalies Klophaus, Julia Lohmann, Lidy von Lüttwitz, Susanne Mahlmeister, Inge Mahn, Michaela Melian, Rune Mields, Marianne Pohl, Ingrid Roscheck, Ulrike Rosenbach, Barbara Schimmel, Eva-Maria Schön, Renate Schukies, Elisabeth Vary, Isolde Wawrin, Monika von Wedel, Marlini von Wickrama Sinah, Dorothee von Windheim

Die Vermittlerinnen und Vermittler:
Anne Brenken, Prof. Dr. Johannes Cladders , Dr. Karla Fohrbeck, Christos Joachimides, Dr. Margarete Jochimsen, Prof. Luise Kimme, Paul Maenz, Prof. Dr. Karl Vogel, Elke Zimmer

Das Filmscreening findet im Rahmen von 4x3 EXTRA, einem Ausstellungsprojekt des Kunstraum Düsseldorf, statt.

*4x3 EXTRA
Eine Ausstellung von
Bettina Gruber
Luise Heuter
Georg Jansen
Kuratiert von Gabriele Horndasch


Kunstraum Düsseldorf

Himmelgeisterstraße 107e

40221 Düsseldorf

kunstraum@duesseldorf.de


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