Filmprogramm STUDIO 54, Filmscreening, kuratiert von Barbara Hammer

Datum:25.10.2017
Uhrzeit:19:30-22:00 h
Ort:JULIA STOSCHEK COLLECTION Düsseldorf
Kategorie:Studio 54
Anmeldung:Anmeldung nicht erforderlich
Kostenbeitrag:---

Filmprogramm STUDIO 54
MITTWOCH
25. Oktober 2017
Beginn: 19:30 Uhr
FILMSCREENING, KURATIERT VON BARBARA HAMMER

Begleitend zur Ausstellung GENERATION LOSS zeigt die JULIA STOSCHEK FOUNDATION e.V. von September 2017 bis Mai 2018 das Filmprogramm STUDIO 54 im Kino der JULIA STOSCHEK COLLECTION. 

Für den Monat Oktober hat die US-amerikanische Künstlerin und Filmmacherin Barbara Hammer (geboren 1939 in Hollywood; lebt und arbeitet in New York) die Filmauswahl getroffen.
Barbara Hammer gilt als Wegbereiterin des queeren Experimentalfilms. Ihre Werke erforschen die weibliche Erfahrung von Tabu, lesbischer Identität, Liebe und Sexualität. Das Programm zeigt Filme und Videos von Maya Deren, Gunvor Nelson, Carolee Schneeman, VALIE EXPORT, Nancy Holt und Martha Rosler, den einflussreichen Pionierinnen der Avantgarde, die zeitlos noch heute den Schub von Energie und investigativer Neugier übertragen, den sie in Hammer in den 1970ern auslösten.
MESHES OF THE AFTERNOON (1943) der amerikanischen Experimentalfilmerin Maya Deren avancierte durch subjektiven Kamerafokus, Montagebearbeitung und Maskenaufnahmen des Kameramanns Alexander Hammid zum Schlüsselbeispiel der wachtraumartigen Kinematographie des Trance-Films.
Die schwedisch-amerikanische Künstlerin Gunvor Nelson schuf mit MY NAME IS OONA (1969) durch die Verschmelzung von fragmentierten Bildern mit dem Ton von Steve Reichs hypnotischem Soundtrack ein lyrisches Portrait ihrer Tochter und deren gradueller Bewusstseinswerdung.
Carolee Schneemann, Vorreiterin der amerikanischen Performancekunst, setzte mit FUSES (1964) der männlichen Perspektive einen eigenen Blick auf Sexualität und Erotik entgegen.
Das Konzept des Expanded Cinema wurde in dem „ersten direkten Frauenfilm“, wie die österreichische Künstlerin VALIE EXPORT ihr Video TAPP- und TASTKINO (1968) nannte, umgesetzt.
Um Wahrnehmung, Bewegung und Beziehung kreist Nancy Holts Film SWAMP (1971), in dem sie, dirigiert von ihrem Kollaborateur Robert Smithson, allein durch den begrenzten Bildausschnitt des Blicks durch den Kamerasucher ihren Weg durch Sumpf und dichtes Schilfgras sucht.
Martha Rosler brachte in ihrer Videoperformance SEMIOTICS OF THE KITCHEN (1975) die feministische Kritik der Stellung der Frau mittels des Mediums Video auf den Punkt.

Darüberhinaus ist Barbara Hammers Video SANCTUS (1990) in der aktuellen Ausstellung der Julia Stoschek Collection GENERATION LOSS zu sehen.

Maya Deren & Alexander Hammid, MESHES OF THE AFTERNOON, 1943, 16 mm, s/w, Ton, 14 Min.

Gunvor Nelson, MY NAME IS OONA, 1969, 16 mm, s/w, Ton, 10 Min.

Carolee Schneemann, FUSES, 1964, 16 mm, Farbe, kein Ton, 25 Min.

VALIE EXPORT, TAPP und TASTKINO, 1968, Video, s/w, Ton, 1 Min. Ausschnitt aus: Aktionskunst International, Dokumente zum Internationalen Aktionismus von VALIE EXPORT, ORF, 1989.

Nancy Holt & Robert Smithson, SWAMP, 1971, 16 mm, transferiert auf Video, Farbe, Ton, 6 Min.

Martha Rosler, SEMIOTICS OF THE KITCHEN, 1975, Video, s/w, Ton, 6 Min.

EINTRITT FREI

Kino der JULIA STOSCHEK COLLECTION, Schanzenstrasse 54, 40549 Düsseldorf. 
Parallel ist die aktuelle Ausstellung GENERATION LOSS ab 18 Uhr geöffnet.

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